K G V - "G r o s s e  W i e s e" e.V.



Rudolstadt ist eine Stadt im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt im Freistaat Thüringen. Die ehemalige fürstliche Residenz Rudolstadt liegt eingebettet in einem von Wald umgebenen Tal und zieht sich bandartig an dem weiten Bogen der Saale entlang. Die Stadt wurde 776 erstmals urkundlich erwähnt und hat seit

1326 Stadtrecht.
Bevölkerung: 24.285 (31. Dez. 2008)
Postleitzahl: 07407
Bürgermeister: Jörg Reichl
Bundesland: Thüringen
Fläche: 135,18 km2






 


Auf dem Schlossberg über der Rudolstädter Altstadt thront die weithin sichtbare Heidecksburg. Das mächtige, dreiflügelige Barockschloss entstand in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf den Resten einer 1735 abgebrannten Renaissance-Anlage. Die Heidecksburg war bis 1918 die Residenz des Fürstengeschlechtes von Schwarzburg-Rudolstadt, der große Festsaal aus dem 18. Jahrhundert gehört zu den schönsten des deutschen Rokoko. Heute ist das Schloss Sitz der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, des Thüringischen Staatsarchivs sowie des Thüringer Landesmuseums. Die fürstlichen Wohn- und Festräume sind als Räumlichkeiten des Landesmuseums öffentlich zugänglich, ebenso die Gemäldegalerie und das Naturalienkabinett.


Die "Thüringer Bauernhäuser" gelten als ältestes Freilichtmuseum Deutschlands. Die malerische Hofanlage besteht aus mehreren Gebäuden, die aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen. Die vom Verfall bedrohten Fachwerkbauten wurden in den Jahren 1914/15 in umliegenden Dörfern abgetragen. Im Wesentlichen unterstützt durch die "Marie-Richter-Stiftung", ist es Heimat verbundenen Rudolstädter Bürgern zu verdanken, dass sie mit viel Liebe zum Detail im Heinrich-Heine-Park wieder aufgebaut wurden.
Das größere der beiden Häuser stammt, ebenso wie die Scheune und das Hoftor, aus dem nahe gelegenen Saaledorf Unterhasel. Über dem Hauseingang weist die Jahreszahl 1667 auf das Alter des Hauses hin. Aus den waldreichen Höhenlagen bei Saalfeld stammt das eingeschossige "Birkenheider Haus", das um 1700 erbaut wurde.




Inmitten des historischen Stadtkerns unterhalb der Heidecksburg befindet sich der Rudolstädter Handwerkerhof. Das 1513 erbaute Hauptgebäude beherbergte seit 1759 als Bernhardinen-Stift alleinstehende Damen adliger Herkunft. Ein prächtiges Wappen am sanierten Eingangsportal in der Stiftsgasse erinnert an die Gründerin Fürstin Bernhardine Christiane Sophie von Schwarzburg-Rudolstadt. Das Damen-Stift bestand bis 1945.
Mit Förderung durch die Handwerkskammer wurde das brandgeschädigte Haus in den Jahren 1991/92 rekonstruiert und durch Anbauten zu einem Handwerkerhof erweitert. Kleine Läden mit handwerklichen Produkten und die Gastronomie im malerischen Innenhof machen den Handwerkerhof zu einem touristischen Kleinod in der Altstadt.